Zeit der Erinnerungen
Gedanken zum Jahresende
Der Monat Dezember deutet an, was uns alle bewegt: das Jahr kehrt zum Ursprung zurück. Mit welcher Eile vergingen die Jahre seit unserer Kindheit und Jugendzeit! Geblieben ist die Erinnerung, verwahrt in einem goldenen Gefäß. Aus der Erinnerung kann man lernen, Dinge besser zu machen, oder aber auch anders zu machen. Wir blicken auf das vergangene Jahr zurück, in dem wir gelebt, geliebt, gesorgt, gehofft und alles Leben um uns in unser Denken und Wollen eingebettet hatten, was wir erreicht und geschaffen haben - und was nicht gelungen ist, wird für uns Ansporn sein; werden wir voller Hoffnung dem neuen Jahr anheim stellen, dass es gelingen möge, was wir ersehnen. Wir tragen jahrein, jahraus ein gerüttelt Maß an Wünschen und Hoffen, wir bemühen uns doch immer, das Leben zu meistern - ist es uns gelungen?
Wer vermag heute zu erkennen, welch eine Welt uns umgibt? Bleibt denn überhaupt noch Zeit und Gelegenheit, sich auf die wichtigsten Dinge in diesem Leben zu besinnen?
Werte
Wir alle werden von den Angeboten der heutigen Wirtschaft überschwemmt, Besinnlichkeit und gedankliche Einkehr bleiben auf der Strecke. Und warum diese Entwicklung? Die Menschen sind zu wohlhabend geworden! Der Glaube, die wahre, reine Liebe, die ideellen Werte werden als Unzeitgemäß, als Relikte aus der Vergangenheit, von der man nichts wissen will, "unter den Tisch gekehrt." Der Materialismus ist infolge eines unbekümmerten Lebens überall gegenwärtig! Und der brutale Materialismus hat sich in einen Egoismus verwandelt, der alles Leben, vor allem die Liebe zum Nächsten, schwinden ließ.
In dieser Hektik der Vorweihnachtszeit werden kostspielige Geschenke gekauft - aber wo bleibt die Liebe, um sich die Zeit für meinen Nächsten zu nehmen? Geschenke können wohl Freude bereiten und ein Zeichen der Zuneigung sein, aber die Liebe ersetzen können sie nicht. Denn Liebe (die reine "Agape"-Liebe, also die Liebe zum Nächsten) ist Wunder, ist Gnade, wie der Tau, der vom Himmel fällt! Mit Worten zu lieben ist nichts anderes als eine Kanne Wasser in den Wüstensand gegossen zu haben, denn das Wort ist nur ein Schatten der Tat.
Was wird morgen sein?
So eilen die Zeit und damit auch unsere Lebensjahre mit Riesenschritten dahin und werden vom Nebel der Zukunft verschlungen. Unsere Vergangenheit kennen wir; die Gegenwart erleben wir; die Zukunft ist uns unbekannt. Oft kommt uns die Frage: Was wird morgen sein?
Die Antwort zeigt uns Gott in der Natur: Jetzt im Dezember - aber auch noch im Januar ist die Natur, als wäre sie gestorben. Alles ist bedeckt mit einer weißen Decke, alles ruht sich aus, schöpft neue Kraft für die alles erweckende Kraft des Schöpfers. Gott schafft aus der gestorbenen Natur wieder Lebendiges und mit Farben überfließendes Neues. Nichts und niemand kann diese herrliche Pracht, die uns erwartet, schaffen, als nur Gott durch seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus.
Seiner Geburt wird in diesen Tagen gedacht
Jesus Christus war bei der Schöpfung dieser Welt dabei: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Er war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen." (Johannes Kapitel 1, Verse 1-5).
Was ist "das Wort": "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." (Johannes 1,14).
Ja, Jesus Christus macht alles neu, denn in Ihm ist das Leben in Fülle. Sagt er doch von sich selbst: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich." (Johannes 14,6).
"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Johannes 3, 16).
Welch eine große, unfassbar heilige Liebe tut sich uns kund, dass Gott Vater seinen einzigen Sohn auf diese von Sünden verdorbene Erde sandte, um uns zu erretten.
Bloß... warum?
Haben Sie sich schon gefragt, warum er das getan hat? Warum er zu uns auf diese Welt gekommen ist? Er wurde von niemandem willkommen geheißen, obwohl einige Propheten schon viele Jahre (zum Teil Jahrhunderte) vor seiner Geburt alles über sein Leben vorhergesagt hatten. Nur die Hirten auf dem Felde sprachen in der Nacht gerade über den Messias, der laut der Vorhersagen bald geboren werden müsste. "Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchtete sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids." (Lukas 2,8-10).
Aber auch Weise aus dem fernen Morgenland forschten viel in den Büchern der alten Schriften, und erkannten, dass nun die Zeit erfüllt war. Doch ein König soll in einem Stall geboren sein? Unmöglich, der Stern müsse sich irren. Aber nein, als sie hineinschauten, lag dort in einer Krippe ein wunderschöner Knabe. Bei ihm waren seine Eltern, und auf diesem Kind lag ein heiliger Glanz. So waren sie fest überzeugt, vor dem König aller Könige zu stehen. In tiefer Ehrfurcht knieten sie nieder und beteten es an.
Warum kam nicht ganz Bethlehem zusammengelaufen, um ihren Heiland und Erlöser anzubeten? Die Priester - wo waren sie? Warum wusste nur eine kleine Schar von Menschen von diesem alle Zeiten übergreifendem Ereignis? Wir lesen, dass sich die Hirten dafür interessierten. Sie sprachen darüber und ihr Herz sehnte sich nach diesem Erretter. Deshalb kam die Botschaft zu ihnen.
Wie sieht es mit Ihnen aus? Ist in Ihrem Herzen auch die Sehnsucht nach Liebe, glücklich sein zu dürfen, nach Geborgenheit, nach Befreiung der Sündenlast, die auf Ihre Seele drückt? Sehnen Sie sich nach Freiheit? Ich kann Ihnen nur einen Rat geben: Jesus Christus lebt und wartet voller Sehnsucht darauf, dass Sie zu IHM kommen. Er ruft Sie!
"Wie viele IHN aber aufnahmen, denen gab er Macht [oder das Recht], Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben" (Johannes 1,12).
So wie die Natur im Winter stirbt, so leben auch wir oft ohne eine Zukunftsperspektive. Wir haben unsere Zukunft nicht wirklich selbst in der Hand. Wir können sie beeinflussen durch unser Handeln, durch unsere Worte, aber das uns lebendig Erhaltende liegt in seinen Händen. Er gibt neues Leben - denn in ihm ist das Leben. Wenn wir "Ja" zu ihm sagen, so werden wir leben dürfen, egal wie unsere Vergangenheit war, egal was um uns herum geschieht. Nicht nur mit unseren Lippen ja sagen oder mit unserem Verstand. Das ist zu wenig. Sagen wir "Ja" mit unserem ganzen Sein - mit unserem ganzen Leben.
Sie haben alles zu gewinnen - nämlich das ewige Leben in Herrlichkeit, und haben nichts zu verlieren.
Möge Gott Ihnen dazu viel Kraft, Mut und Weisheit schenken.
Für Fragen oder auch für ein persönliches Gespräch bin ich gerne für Sie da.
Schreiben Sie mir unverbindlich - wenn Sie wollen, anonym. Ich werde Ihnen verlässlich antworten.

