Was wünscht sich Gott für uns und von uns?

„Siehe, wie fein und lieblich ist´s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!“ (Psalm 133, 1)

Marcus, Christoph und Benjamin mit unserem Hund Trixi 1998
Marcus, Christoph und Benjamin mit Trxi

„Drei Dinge gefallen mir, die Gott und den Menschen wohlgefallen: wenn Brüder eins sind und die Nachbarn sich lieb haben und wenn Mann und Frau gut miteinander umgehen.“ (Sirach 25, 1.2.)

Wie kann ein gutes Miteinander hergestellt und erhalten werden?

Seht euch gegenseitig als Geschöpfe und Eigentum Gottes!

„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch!“ (1. Johannes 3, 1)

„Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer ...“ (Sprüche 14, 31) = keine Abwertung und geringschätzige Einteilung zwischen Mann/Frau, Kranke/Gesunde, Starke/Behinderte, Reiche/Arme, Hochgebildete/Einfache, Junge/Alte,  Einheimische/Ausländer ... (Jakobus 2, 1)

= Wie wir uns Gottes Geschöpfen gegenüber verhalten, so begegnen wir Gott! (Matthäus 25, 40)

Ihr solltet es zu schätzen wissen, dass ihr nicht allein seid!

„So ist´s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe. Fällt einer von beiden, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist keiner da, der ihm aufhilft.“ (Prediger 4, 9.10.)

= Ehe; Familie, Gemeinde, Freunde sind wunderbare Geschenke! (Sprüche 19, 14; 17, 17)
= Zeigt mit Worten und Taten, wie viel euch am anderen liegt! (Philipper 4, 10-19)

Seid um Frieden und Harmonie ernstlich bemüht!

„Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“ (Römer 12, 18)

„... Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.“ (2. Timotheus 2, 22)

„Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.“ (Jakobus 3, 18)

= Wessen Herr der Friedefürst ist, muss ein Knecht des Friedens sein! (Jesaja 9, 5)
= Frieden muss im Kleinen geübt werden, um im Großen bestehen zu können! (Lukas 16, 10)

Seid nicht stolz und erhebe dich nicht über den anderen!

„... dass niemand mehr von sich halte, als sich´s gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich halte ...“ (Römer 12, 3)

„... sondern haltet euch herunter zu den Geringen. Haltet euch nicht selbst für klug.“ (Römer 12, 16)

= Weder Reichtum, Macht noch Wissen lassen uns vor Gott wertvoll erscheinen. Allein ein demütiges Herz, das sich in Liebe dem Nächsten öffnet, ist bei Gott angenehm. (1. Petrus 3, 8; 5, 5)

Achte den anderen! Denke und sprich nicht grundlos schlecht von ihm!

„.... Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.“ (Römer 12, 10)

„Verleumdet einander nicht, liebe Brüder. ...“ (Jakobus 4, 11)

= Vermeidet Klatsch und Tratsch! Geht von den guten Motiven des anderen aus und verurteilt nicht. (Matthäus 12, 33-37; 1. Korinther 4, 5)
= Wie möchtest du, das andere von dir sprechen? – Handle so! (Matthäus 7, 12)

Erkenne das Bemühen des anderen an und ermutigt einander!

„Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern ...“ (Epheser 5, 19)

„Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; habt sie um so lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander.“ (1. Thessalonicher 5, 12.13.)

= Mache den nicht nieder, der sich wirklich bemüht! (Jesaja 35, 3)
= Meine nicht, du könntest alles besser! (Römer 12, 16; 1. Korinther 1, 31)
= Sporne zum Guten an ohne schulmeisterlich zu wirken! (Römer 15, 2)
= Verstehe nicht liebevolles Erklären als böse Kritik! (Sprüche 10, 17; 12, 1; 15, 5)
= Sei „hart im Nehmen“ und sanft im Geben! (Römer 12, 17)

Achtet aufeinander, damit keiner vom schmalen Weg abkommt!

„Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Seht zu, dass keiner dem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.“ (1. Thessalonicher 5, 14.15.)

= Die belehrenden, ratenden Hinweise des anderen möchten dir helfen. (2. Thessalonicher 3, 15)
= Nur wem du gleichgültig bist, weist dich auf nichts hin! (Hebräer 10, 24.25.)

Denkt ganz praktisch aneinander!

„Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubensgenossen.“ (Galater 6, 10)

„Wer nun weiß, Gutes zu tun und tut´s nicht, dem ist´s Sünde.“ (Jakobus 4, 17)

„Gutes tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“ (Hebräer 13, 16)

= Unser Überfluss ist eine Möglichkeit, dem anderen Gutes zu tun. (Sprüche 3, 27)
= Zeigt mit kleinen Aufmerksamkeiten, das euch der andere etwas bedeutet! (Matthäus 2, 11; 1. Korinther 13, 3)

Macht einander nichts vor! Eine Fassade der brüderlichen Liebe ist wertlos!

„Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungefärbter Bruderliebe (ungeheuchelter Bruderliebe, Luther 1975), so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen.“ (1. Petrus 1, 22)

„So wendet alle Mühe daran und erweist ... in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird´s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. Wer dies aber nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, dass er rein geworden ist von seinen früheren Sünden.“ (2. Petrus 1, 5-7)

= Es ist nicht genug, nur die Form zu wahren. Klärt in der Woche alle Differenzen, damit jeder am Sabbat dem anderen froh in die Augen sehen kann! (Römer 12, 9)
= Versteckt euch nicht hinter einen frommen Betriebsamkeit! Erkennt euren Mangel und arbeitet an einer Änderung! (Jakobus 1, 5)

Bekennt einander eure Schuld und vergebt einander von Herzen! Betet füreinander!

„Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander ...“ (Jakobus 5, 16)

„... Wie oft muss ich meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.“ (Matthäus 18, 21.22.)

= Gott ist gegenwärtig, wenn einer sich beim anderen entschuldigt und sich beide erleichtert umarmen können!

Was passt nicht zueinander?

  • Hohn, Spott, Streit untereinander - Fußwaschung (Johannes 13, 1-17)
  • Ablehnen der Glaubensgeschwister, Lieblosigkeit - Gottes Kind sein wollen
  •   (1. Johannes 2, 9; 4, 20.21.)
  • wunderbare, fromme Theorie - keine guten Früchte (Praxis) (Jakobus 1, 22; 2,17)
  • die Welt bekehren wollen - im eigenen Herzen oder der nächsten Umgebung große 
  •   Nöte haben (1. Timotheus 3, 1-13)
  • viel Wissen - sich nicht zu benehmen wissen (Sirach 23, 17-20; Kolosser 4, 5.6.)
  • viel fordern - wenig geben (Römer 12, 11)
  • hart kritisieren und verurteilen - keine Kritik vertragen (Römer 14, 10-13; Sprüche 5, 1.2.)
  • kleinlich und genau dem anderen gegenüber - Nachsicht, Geduld, Toleranz fordern
  •   (5. Mose 25, 13-15)
  • die Sünde des anderen sehen - selbst „betriebsblind“ sein (Matthäus 7, 3-5)
  • den „Himmel auf Erden“ haben wollen - möglichst wenig dafür investieren an: Zeit, Aufmerksamkeit, Arbeit, Opfer, Vergebung, Lernen, Liebe ... (Römer 13, 10)

So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“ (Jakobus 2, 17)

Ines Müller

Ines Müller, 30. 09. 2009

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