Die Gemeinde, ihre Grundlage und ihr Auftrag
Lesungen für die Gebetswoche vom 03. bis 11. Dezember 2010.
Vorwort
Eines Tages, nachdem Jesus die Jünger gefragt hatte, was die Leute sagten, dass er sei und nachdem er die Verwirrung, die bei ihnen vorherrschte, vernommen hatte, fragte er seine Jünger direkt:
"Was sagt denn ihr, dass ich sei?"
Eine Antwort lautete:
"Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn."
Dieses Bekenntnis anerkannte Jesus als Messias und Sohn Gottes ohne die Annahmen und Vermutungen anderer Menschen. Dies war keine Schlussfolgerung menschlicher Überlegungen. Jesus sagte zu dem Jünger, der ihn auf diese Weise erkannte:
"...Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel." (Matthäus 16, 15-17).
Es war in diesem Augenblick, dass Jesus begann zu seinen Jüngern über die Gemeinde und ihre Entwicklung zu sprechen, und seine Worte waren für die Gemeinde im Laufe ihrer Geschichte von großer Bedeutung. Bezugnehmend auf sich selbst sagte Jesus:
"...auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen." (Matthäus 16, 18).
Jesus war dabei, seine Gemeinde auf den Felsen zu bauen, der er selber war, und er würde der Gemeinde eine derartige Natur verleihen, dass in den darauffolgenden Zeitaltern nicht einmal die Pforten der Hölle sie überwältigen könnten. Das war zugleich eine Prophezeiung, die andeutete, dass die Zukunft die Gemeinde prüfen und zutiefst erschüttern würde. Hass, Verbot, Verfolgung, Zerstreuung, Irrlehren und Versuchungen jeglicher Art haben die Gemeinde geprüft und in die Gefahr des Abfalls gebracht. All dies geschah im Laufe der Jahrhunderte und obwohl viele der Nachfolger Christi schwach wurden, die Wahrheit verleugneten, von ihr abfielen und sogar ihre schlimmsten Feinde wurden, gibt es heute noch treue Nachfolger, die von der Wahrheit und der Botschaft, die der Herr seinem Volk für die Welt anvertraut hat, zeugen.
Viele Bewegungen und Organisationen sind aufgekommen, "jeglicher Wind der Lehre" ist durch die "Bosheit der Menschen" durch die Welt geweht (Epheser 4, 14), und viele wurden verwirrt. Beeinflusst durch menschliche Theorien haben einige ihr Vertrauen in die Heilige Schrift verloren; andere behaupten, dass es keine absolute Wahrheit gibt und alles relativ und menschlich sei; wieder andere sagen, dass es keine wahre sichtbare Gemeinde gibt und sie entscheiden sich dafür sich keiner Organisation anzuschließen und bezeichnen sich selbst als "unabhängige Christen."
Dennoch wird die Weissagung Jesu nicht fehlschlagen: "die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen (Matth. 16, 18)." Die Macht des Bösen kann die Gemeinde nicht zerstören. Der Geist der Weissagung bestätigt: "Von Anfang an bildeten gläubige Menschen die irdische Gemeinde Gottes. Zu allen Zeiten hatte der Herr seine Wächter, die vor ihren Mitmenschen ein zuverlässiges Zeugnis ihres Glaubens ablegten. Diese Wächter verkündigten die Warnungsbotschaft. Mussten sie ihre Waffenrüstung ablegen, dann übernahmen andere den Dienst. Gott schloss mit diesen Zeugen einen Bund und vereinigte so die irdische Gemeinde mit der himmlischen. Er hat seine Engel ausgesandt, dass sie seiner Gemeinde dienen, und die Pforten der Hölle haben sein Volk nicht zu überwältigen vermocht." (Ellen G. White, Wirken der Apostel, Seite 10).
Heute, nach Jahrhunderten geistlicher Auseinandersetzungen, Erfahrungen jeglicher Art, Fortschritten und Rückschlägen, existiert die Gemeinde mit ihrer göttlichen Identität und Mission immer noch...
Gebetslesungen
Die Gebetslesungen für das Jahr 2010 können im PDF-Format heruntergeladen werden:
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