Frisch und gesund ins Frühjahr

Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Schatten auf einer Wiese, auf dem man sieht, wie ein Erwachsener und ein Kind Hände halten

Was genau sich hinter der Frühjahrsmüdigkeit verbirgt, haben Forscher noch nicht gänzlich ermittelt. Es liegt - so vermutet man - vor allem an der hormonellen Umstellung. Lichtreize im Frühjahr aktivieren die Serotoninproduktion, das so genannte Glückshormon: Wenn im Frühling die Tage länger werden und die Sonne sich wieder häufiger blicken lässt, nimmt man durch die Augen und über die Haut das verstärkte und sich über einen längeren Zeitraum pro Tag erstreckende Sonnenlicht auf. Diese Information gerät ins Gehirn und von dort, ausgehend von der Zirbeldrüse im Mittelhirn, werden die endokrinen Drüsen (z.B. Schilddrüse) zur Hormonsekretion angeregt.

Gleichzeitig ist Melatonin, das für den Schlaf und für die innere Ruhe im Körper zuständig ist, noch reichlich durch den dunklen Winter aktiv. Die Konfrontation dieser beiden Stoffe macht den Körper müde. Erst allmählich setzen die Keimdrüsen die Geschlechtshormone Testosteron bzw. Östrogen frei und die Produktion von Melatonin wird eingeschränkt, was dann die berühmten "Frühlingsgefühle" verursacht - aber auch für unruhigen Schlaf sorgt. Außerdem essen viele Menschen im Winter zu wenig frisches Obst und Gemüse, damit fehlen ihnen wertvolle Vitalstoffe - auch das macht sich auf Dauer bemerkbar.

Der beste Frühlingscocktail

...ist Sauerstoff, Vitalstoffe und Lecithin. Der Körper braucht jetzt viel Licht und Sauerstoff. Auch der Kreislauf sollte gestärkt werden: Ausdauertraining (die gelenkschonendsten Sportarten sind Walken, Nordic walken, Schwimmen, Rad fahren, Langlaufen) und Wechselduschen verbessern das allgemeine Befinden im Frühjahr, aber auch vitalstoffreiche leichte und nicht die Verdauung belastende Kost ist sehr wichtig. Gönnen Sie ihrem Körper gerade jetzt in der Zeit der Umstellung ausreichend Schlaf, wenn möglich schon lange vor Mitternacht.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Dazu müssen die kleinen grauen Zellen erst einmal abschalten können, es muss sich innere Ruhe für einen erquickenden Schlaf einstellen. In der Schlafforschung sind Mediziner auf einen Stoff gestoßen, der die Voraussetzungen für guten Schlaf verbessert: Lecithin. Dieser Stoff ist wichtig, da es durch seine Zellen- bzw. Nervenstärkenden Eigenschaften Übermüdung und Überreiztheit bekämpft und damit das Einschlafen erleichtert. Lecithin ist nicht nur für unser Nervenkorsett und das Gehirn wichtig, sondern hat auch einen sehr positiven Effekt auf die Wechseljahre einer Frau. In Japan und China, wo man viele Sojaprodukte zu sich nimmt, da kennen die Frauen diese Beschwerden, die wir in unserer westlichen Welt haben, nicht.

Aber nicht nur Lecithin gab uns Gott für unsere Gesundheit, sondern er gab uns auch den guten Rat, am Abend alles, was wir am Tag erlebt haben, alle unsere Sorgen, Nöte und Schwierigkeiten, in seine gütigen Vaterhände zu legen. Ich habe das immer getan, wenn meine Kinder abends noch weg waren. Ich legte sie von ganzem Herzen in Gottes Hände, legte mich zur Ruhe und konnte gut und tief und vor allem sorgenfrei schlafen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Noch ein heißer Tipp: Legen Sie eine Fastenzeit gegenüber dem Fernseher ein! Sie werden merken, wie viel Zeit sie auf einmal für sich selber haben. Außerdem findet man nicht so leicht eine Gelegenheit sich mit unnötigem Dingen vollzustopfen wie Kartoffelchips, Soletti, Schokolade oder Speckbrot. Machen Sie statt dessen einen wunderbaren, flotten Spaziergang in der erwachenden Natur. Herrlich, Sie beginnen innerlich ruhig zu werden, denn nicht umsonst gab Gott den Blättern und Gräsern grüne Farbe, weil wir ja alle inzwischen erkannt haben, dass die Farbe Grün eine beruhigende Wirkung auf unsere Seele hat; nebenbei gesagt ist dieser Spaziergang auch ein Teil des Entschlackens, es stärkt nämlich den Knochenaufbau (wirkt also gegen Osteoporose) und kurbelt das Immunsystem an. Außerdem baut ein flotter Spaziergang Muskelmasse auf. Je mehr Muskelmasse, desto mehr dürfen Sie an Energie zu sich nehmen und desto schneller nehmen Sie ab! Sagen Sie mir nur einen Nachteil gegen das Spazieren gehen oder Rad fahren. Es gibt keinen. Wir müssen nur die innere Trägheit überwinden.

"Heiße" Tipps

Schenken Sie ihrem Körper einen beschwerdefreien Übergang ins Frühjahr. Dazu möchte ich Ihnen noch weitere "heiße" Tipps geben:

Hören Sie auf zu rauchen

Sie werden merken, wie gut Ihnen auf einmal das Essen wieder schmeckt! Und auf einmal können Sie die 2 Stockwerke wieder ohne zu "schnaufen" mit einer jugendlichen Leichtigkeit hinaufgehen.

Trinken Sie keinen Alkohol

Wie viele Menschen würden heute noch leben, gäbe es keinen Alkohol. Alkohol zerstört nicht nur Ihren Körper und Ihr Leben, sondern auch Ihre Familie, ja sogar das Leben Fremder! Stürzen Sie sich nicht ins Unglück. So viele Menschen haben schon gesagt: "Das kann mir nicht passieren! Ich habe meine Trinkgewohnheiten fest unter Kontrolle". Glauben Sie mir, kommen Probleme auf Sie zu, dann gibt es keine Schranken mehr. Sie wollen ihre Probleme "ertränken". Aber dies ist der beste und sicherste Weg, um in die tiefste Finsternis zu stürzen. Und dieser Weg ist wahrlich ein Absturz. Aber Gott ist noch immer bei Ihnen und sagt: "Komm her zu mir, der du mühselig und beladen bist, ich will dir helfen...".

Versuchen Sie, sich von der Koffeinsucht zu befreien

Koffein (in Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Coca Cola, Eistee) ist in doppelter Hinsicht sehr schlecht für unseren Körper: Koffein ist ein Nervengift und außerdem wirken sich die Röststoffe der Kaffeebohne sehr negativ auf die Magenschleimhaut aus. Wenn Sie mal eine Gastritis hatten, dann können Sie über den schmerzhaften Einfluss des Kaffees "ein Lied singen". Das tut so weh, dass man gerne während dieser Krankheitsphase das Kaffee trinken unterlässt.

Auch bei einer Ösophagitis ("Sodbrennen") ist Kaffeegenuss sehr, sehr schädlich, weil es die Sekretion der Magensäure fördert und es zu einem Reflux (Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre) kommt.

Essen Sie leicht verdauliche Speisen

Viel frisches Obst und Gemüse, leichte Milchprodukte, (z.B. Joghurt, Frischkäse, Topfen bzw. Quark) und so wenig Eier wie möglich. Auch schränken Sie ihren Fleischkonsum ein. Am Besten wäre, wenn Sie Fleisch überhaupt meiden. Dafür gibt es viele positive Gründe auf Körper, Seele und Geist.

Reduzieren Sie ein wenig ihre Kalorien

Mit zu vielen Kalorien überstrapaziert man auch den Körper. Die Denkleistung nimmt ab und die sportliche Aktivität wird reduziert (weil man mit einem vollen Bauch weder denken noch laufen kann).

Gönnen Sie sich einzelne Entschlackungstage

Beispielsweise einen Tag nur Äpfel essen, aber maximal 1,5 kg. Trinken Sie dazu einen Blutreinigungstee drei Mal je 1/4 l. Ansonsten dazu noch ca. 1 1/2 - 2 Liter Kräutertee oder Wasser trinken.

Andere Möglichkeit: Zum Frühstück nur Obst essen. Bitte nur zwei Sorten essen, nicht einen Obstsalat, da dieser im Darm zur Gärung führt. Am Vormittag Kräutertee (am Besten Brennesseltee oder Löwenzahntee, da diese positive Wirkung auf die Leber haben) trinken. Zu Mittag eine Schüssel Salat, eventuell mit heißen Kartoffeln und am Abend einen Gemüseeintopf oder eine Gemüsesuppe. Na, meinen Sie, dabei zu verhungern? Nein, im Gegenteil: Sie werden merken, wie gut Ihnen solch ein Tag tut und wie konzentriert Sie arbeiten können.

Ein weiterer Vorschlag: In der Früh einen Frischkornbrei mit Obst, zu Mittag Pellkartoffeln und Kräuterquark und am Abend Vollkornreis mit Gemüse (schneiden Sie Wirsingkohl hinein, das schmeckt vorzüglich!) und das alles am besten "salzlos". Das entwässert. Sie verlieren Wasser aus dem extrazellulären Bereich, wie Bindegewebe. Diese Kostform lässt auch den Blutdruck sinken!

Ein weiteres Beispiel für einen Körper entlastenden Tag: Sie essen Früh, Mittags und Abends jeweils zwei Scheiben Vollkornbrot und einen Apfel.

Das Tolle an diesem Tag ist, dass Sie nie ein Hungergefühl bekommen. Auch wirkt dieser Tag leicht entwässernd, da die Kost sehr wenig Salz beinhaltet (nur im Brot ist Salz).

Fazit

Ich wünsche Ihnen einen positiven Einstieg ins Frühjahr und machen Sie selber ihre wunderbaren Erfahrungen. Fasten bedeutet nicht "hungern", sondern einfach nur das Richtige essen!

Ihre Diaetologin Henrike Markula

Henrike Markula, 30. 03. 2006

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