Transfettsäuren

Was Transfettsäuren sind und warum man sie vermeiden sollte, zeigt dieser Artikel.

Transfettsäuren kommen natürlich in Lebensmitteln vor, und zwar im Pansen von Wiederkäuern und ist somit in Milch und Milchprodukten, Rinder-, Lamm- und Hammelfett enthalten. Sie entstehen auch durch langes Erhitzen von Fett wie zum Beispiel bei Frittierprozessen und außerdem während der industriellen Hydrierung von pflanzlichen Ölen oder Fischölen.

Man findet also die Transfettsäuren in Fleisch und Fleischwaren, Gebäck und Backwaren, Snacks, Chips, Keksen, Süßwaren, Schokoladeaufstrich, Convenience-Produkten, Milchersatzprodukten und Margarinen.

Transfettsäuren und Herz- und Kreislauferkrankungen

Die Mehrzahl der heute vorliegenden Studien zeigen, dass Transfettsäuren zu einem Anstieg der LDL-Cholesterin-Konzentration (also des "bösen" Cholesterins) im Blut führen. Somit ist bewiesen, dass ein gesteigerter Konsum an Transfettsäuren das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen erheblich erhöht. Gleichzeitig wird das gefäßschützende "gute" HDL gesenkt. Das Risiko einer Herzerkrankung steigt um durchschnittlich 23%.

Neueste Studien zeigen auch eine Zunahme von Entzündungsreaktionen (erhöhter Tumornekrosefaktor = erhöhtes Krebsrisiko). So haben mehrere Studien bewiesen, dass es zu einem erhöhten Risiko für Darmkrebs kommt.

Transfettsäuren in der Schwangerschaft und Stillzeit

Über unerwünschte Wirkungen in der Neugeborenenphase wird diskutiert. Transfettsäuren können die Plazenta-Schranke passieren und so vom Ungeborenen aufgenommen werden. Neueste Studien konnten in diesem Zusammenhang zeigen, dass Geburtsgewicht und Kopfumfang von Frühgeborenen umso geringer waren, je mehr Transfettsäuren von der Mutter aufgenommen wurden.

Auch werden überschüssige Transfettsäuren im Fettgewebe und in der Muttermilch gespeichert. Die Hauptquellen für Transfettsäuren in der Muttermilch sind Backwaren, Süßwaren und Snacks.

Mit anderen Worten:

Will man Transfettsäuren reduzieren, wäre es sehr wichtig, wenn man Fleisch und Fleischprodukte stark reduziert - noch besser weg lässt.

Milch und Milchprodukte reduzieren

Auch sollte man Kekse, Kuchen, Schokolade stark reduzieren und dies nicht nur aus Gründen der Transfettsäuren-Reduktion, sondern auch weil sie leere Kalorien enthalten und Ursache für Übergewicht sind. Vergessen sie nicht, dass Zucker auch süchtig macht!

Wenn Sie dennoch Kekse oder Kuchen essen möchten, dann ist es viel besser, diese selber zu backen.

Henrike Markula, 06. 06. 2007

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