Neue Fakten rund ums Cholesterin
Fakten und Tipps, um das Problem eines zu hohen Cholesterin-Spiegels in den Griff zu bekommen.
Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stehen in den Industriestaaten der westlichen Welt auf der Liste der Todesursachen ganz oben. Aber nicht nur zu hohes Cholesterin ist der Sündenbock dafür, sondern auch mangelnde Bewegung, Rauchen, Stress, Alkohol, Diabetes und verschiedene Medikamente. Jedoch kann man etwas dagegen tun. Nicht nur das Reduzieren von Cholesterin, sondern vermehrtes Essen von Gemüse und Getreide, können uns helfen, eine gesteigerte Lebensqualität zu erreichen.
Was ist Cholesterin?
Es ist chemisch gesehen ein so genanntes Steroid - eine fettähnliche Substanz - und wird für die Bildung von Gallensäure, Hormonen und Vitamin D benötigt. Es ist ein Bestandteil der Zellmembran und am Aufbau des Nervengewebes beteiligt. Man findet es in allen Zellen, Körperflüssigkeiten und im Blutplasma. Also kurz gesagt: ohne Cholesterin kein Leben.
Wo ist Cholesterin enthalten?
Cholesterin wird über die Nahrung aufgenommen, und zwar ausschließlich über tierische Nahrungsmittel, wie Fleisch, Wurst, Eier, Milch und Milchprodukte. Es wird aber auch in unserem Darm und in der Leber selbst gebildet.
Das Cholesterin wird in das "gute" (das HDL Cholesterin) und das "böse" (das LDL Cholesterin) eingeteilt. Ausschlaggebend für ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko ist das Verhältnis zwischen LDL und HDL. Erstrebenswert ist ein LDL/HDL Verhältnis von ca. 2:1. Gefährlich wird es, wenn es größer als 4:1 ist.
Die zweite, geläufigere Formel um zu erkennen, ob man gefährdet ist, ist diese:
Gesamtcholesterin geteilt durch HDL
Das Resultat sollte nicht über 5 sein.
Die normalen Blutwerte
- Gesamt-Cholesterin: 100 + Lebensalter; bis 200 beträgt die Toleranzgrenze
- HDL Cholesterin: mindestens 45mg; je höher desto besser
- LDL Cholesterin: höchstens 160mg (nur dann, wenn sich die Triglyceride, die Harnsäure, Gewicht, Blutzucker und Blutdruck im Normbereich befinden).
Stimmen die zuletzt genannten Werte nicht, so bezeichnet man diese Kombination als "Metabolisches Syndrom".
Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, dann ändern sie unbedingt ihren Lebens- und Ernährungsstil, denn nicht umsonst haben immer jüngere Menschen Herzinfarkt, Gehirnschlag, Lungeninfarkt, Niereninfarkt und andere schwerwiegende, lebensbedrohliche Erkrankungen.
LDL Cholesterin - Was kann man dagegen machen?
Nicht umsonst haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass Adventisten, die ja bekanntlich Vegetarier sind, das Problem des Metabolischen Syndroms fast nicht kennen. Natürlich kann man die erhöhten Blutfette vererbt bekommen, und in einem solchen Fall ist es sehr schwierig, diese in den grünen Bereich zu bekommen. Da muss man schon medikamentös mithelfen.
Ernährung und Bewegung
Ein paar Tipps, um den Cholesterinspiegel in den Griff zu bekommen:
- Mit regelmäßiger Bewegung kann man das "gute", Blutgefäßreinigende HDL erhöhen.
- Gewicht normalisieren
- Fleisch, Wurst, Innereien, Meeresfrüchte, Milch und Milchprodukte stark reduzieren und nur in Magerform essen. Aber natürlich ist eine vegetarische Kost in jedem Fall zu bevorzugen.
- Mehr Gemüse und Salate sowie Hülsenfrüchte
- Mehr Obst
- Hafervollkorn (Müsli)
- Indischer Flohsamen
- Lecithin 3-4g pro Tag (in Tablettenform - senkt sehr gut das Cholesterin)
- Pflanzliche Öle verwenden (aber Achtung: sind zwar gesund, enthalten jedoch viele Kalorien!)
- Ungehärtete Pflanzenmargarine!

