Flutkatastrophe in Mittelamerika

Der Hurrican "Stan" hat enorme Schäden im Süden von Mexiko, in Guatemala und El Salvador angerichtet. Millionen Menschen sind betroffen. Die Not ist groß.

"Denn ich rettete den Elenden, der um Hilfe schrie,
und den Waisen, der keinen Helfer hatte.
" (Hiob Kapitel 29, Vers 12)

Seit dem 5. Oktober haben starke Regenfälle mit gigantischen Wassermassen in Folge des Hurrikans "Stan" große Schäden im Süden von Mexiko, in Guatemala und El Salvador angerichtet. In Guatemala sind nach Informationen der Regierung 3,1 Millionen Menschen betroffen. Die Zahl der Toten steigt von Stunde zu Stunde. Bis dem  8. Oktober 2005 lag sie bei über 600. Doch nachdem bekannt wurde, dass bereits am vorigen Mittwoch eine gigantische Schlammlawine im Hochland Guatemalas ein ganzes Dorf unter 12 Meter Schlamm begrub und über 1.500 Totesopfer forderte, vermutet man zahlreiche weitere Todesopfer bei ähnlichen Erdrutschen in anderen Teilen des Landes. Über tausend Menschen gelten noch als vermisst, doch die Zahlen werden ständig nach oben korrigiert. Der materielle Schaden ist enorm, ganze Felder wurden zerstört und Millionen um ihre Lebensgrundlage gebracht.

Im telefonischen Gespräch berichtete Humberto Ajucúm, Vorsteher der Gemeinschaft in Guatemala, dass viele Familien unserer Gemeinde betroffen sind. Sie haben ihr Hab und Gut verloren, sind obdachlos geworden und ihnen fehlt das Nötigste. Sehr stark betroffen ist eine Reformgemeinde in "Las Trochas" im Tiefland Guatemalas an der pazifischen Küste. Auch einige Familien, die an der Grenze zu Mexiko wohnen, verloren durch Überschwemmungen ihre Häuser. Durch einen Erdrutsch im Dorf San Carlos Sicha im Hochland Guatemalas, wurden die Häuser von zwei Familien aus unserer Gemeinschaft zerstört. Auch die Gemeindeschule "La Reforma" in Totonicapán wurde von der Flut beschädigt.

Da das Strom- und Telefonnetz zusammengebrochen und weite Teile des Straßennetzes durch Erdrutsche zerstört ist, sind viele Dörfer von der Umwelt abgeschnitten und die Berichte, die uns aus diesen Gegenden erreichen, unvollständig. Diesen Informationen zufolge sind bis jetzt keine Todesopfer unter Mitgliedern unserer Gemeinden zu beklagen.

Die guatemaltekische Vereinigung der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung und das örtliche Hilfswerk des Guten Samariters sind daran bemüht, diese Glaubensgeschwister und andere bedürftige Menschen zu erreichen, um sie mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln zu versorgen. Jeden Tag wechseln sich die Helferteams ab, um zu den am meisten betroffenen Gebieten zu fahren. Die finanziellen Mittel sind aber knapp und es werden dringend Spenden benötigt, um die Not dieser Glaubensgeschwister zu lindern.

"Der Christ fragt beim Hilferuf des Elenden, des Versuchten, des traurigen Opfers der Not und der Sünde nicht: Sind sie's auch wert? sondern er fragt: Wie kann ich ihnen helfen? Er sieht in dem Elendesten und in dem Verachtetsten einen Menschen, für den Jesus starb und um deswillen Gott seine Kinder mit dem Amt der Versöhnung betraut hat. Das sind die Barmherzigen, die für die Armen, Leidenden und Unterdrückten Mitleid bekunden.
Hiob sagte: "Ich errettete den Armen, der um Hilfe schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte. Der Segen des Verlassenen kam über mich, und ich erfreute das Herz der Witwe. Gerechtigkeit war mein Kleid, das ich anzog, und mein Recht war mir Mantel und Kopfbund. Ich war der Blinden Auge und des Lahmen Fuß. Ich war ein Vater der Armen, und der Sache des Unbekannten nahm ich mich an." (Hiob 29,12-16)" (Ellen G. White, Das bessere Leben, Seite 23).

Für deinen Beitrag danken wir im Namen der Betroffenen in Mittelamerika.

Santina Mascerá (Leiterin des Hilfswerkes weltweit)
Christine Laugallies (Der Barmherzige Samariter, Deutsche Union)
Stefano La Corte (Schatzmeister des Hilfswerkes)

Spendenkonto:

Empfänger: Internat. Missionsges. der S.T.A.-Ref.
Bank: Volksbank Überlingen
BLZ: 69061800
Konto-Nummer: 32100104
BIC: GENODE61UBE
IBAN: DE06690618000032100104
Verwendungszweck: Samariter Guatemala

Gustavo Castellanos, 14. 10. 2005

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