Hilfsaktion in Sri Lanka

Ein Bericht über die Hilfsaktion des Guten Samariters für die Opfer des Tsunami in Sri Lanka.

Kreisförmige Wellen

Sri Lanka ist eins von den Ländern, das im Jahr 2004 am schlimmsten von dem Tsunami betroffen wurde. 30.000 Menschen sind gestorben und unzählige Leute haben alles, was sie besaßen, verloren. Auf der 65.610 Quadratmeter großen Insel leben 20.000 Einwohner. 69,3% der Menschen sind Buddhisten, die Toleranz gegenüber Christen ist gering. Wegen der Gefahr des Proselytismus versucht die Regierung den Kontakt mit der westlichen Welt zu verhindern. Die Geschwister Jurena und Gabrielle Artale sind vom 31. Mai bis zum 15. Juni 2005 nach Sri Lanka gereist, um die Spenden des Guten Samariters zu übergeben.

Die Hilfe läuft an

In Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, trafen sie sich mit dem Leiter des Feldes, Bruder Sunil, und sind mit ihm nach Panadura im Süden des Landes gereist. Ein einflussreicher moslemischer Freund half ihnen von dort aus in das Gebiet zu kommen, wo die Katastrophen waren. Obwohl der Tsunami schon fünf Monate zurücklag, war der Anblick dort sehr bedrückend. Die Häuser waren zerstört und die Leute wohnten in improvisierten Hütten, die sie sich aus Zweigen und Hemden errichtet hatten. Nachdem die Geschwister alles gesehen hatten, fragte sie der moslemische Freund, wie viel Geld sie für Lebensmittel und den Wiederaufbau der Häuser geben könnten. Unsere Geschwister haben ihm erklärt, dass die Abteilung des Gutes Samariters andere Pläne hätte. Sie wollten den Menschen Werkzeuge geben, so dass jeder selbst wieder arbeiten und auch das aufbauen könnte, was zerstört wurde. Der Mann befürwortete diesen Plan. Er sagte, dass verschiedene Hilfsorganisationen Häuser aufgebaut und Lebensmittel gegeben haben, aber die Leute sind dennoch in Armut und Elend geblieben. Nun sind sie zu den einzelnen Familien gegangen und haben besprochen, was jeder brauchte. Die Betroffenen baten nur um Matratzen und freuten sich, dass man ihnen nun auch Werkzeuge geben wollte, da sie ja alles verloren hatten um ihre Existenz zu sichern: Nähmaschinen, Wagen, um Früchte zum Verkauf zum Markt zu transportieren, Netze zum Fischen, Kühlschränke für ihre Geschäfte, Werkzeuge für die Zimmermänner usw. Unsere Glaubensgeschwister haben einen Lastwagen gemietet und all diese Dinge gekauft und transportiert, außerdem auch noch einige Matratzen und Stühle.

Sie haben ein besonderes System entwickelt. Die Leute, die Werkzeuge bekommen haben, sollten diese in Raten abzahlen. Mit diesem Geld konnte man nun wieder anderen helfen und Werkzeuge für die Menschen kaufen, die noch nichts bekommen haben. Dieses System wurde von unseren Geschwistern in Sri Lanka und von der Behörde gutgeheißen. Unsere Geschwister in Sri Lanka möchten daran weiter arbeiten. Regelmäßig besuchen sie die verschiedenen Familien, um das Geld für die Abzahlung der Werkzeuge entgegenzunehmen und für andere neu zu investieren.

Danke!

Mit einer Spende von 3.858,28.- Euro konnte der Gute Samariter vielen Familien, die Opfer des Tsunami geworden sind, helfen. Wir möchten allen Geschwistern für ihre Gebete und Opfergaben danken, durch die wir dieses Werk der praktischen Nächstenliebe ausrichten konnten. Diese Menschen haben nun wieder eine Hoffnung, auch für die Zukunft. Einige Familien konnten so auch für das Evangelium gewonnen werden und bekommen jetzt Bibelstunden.

Christine Laugallies, 03. 01. 2007

Service

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