Christliche Musik und ihre Gefahren

Bevor ich diese wichtige Lesung beginne, ist es nötig, dass zwei Begriffe klar verstanden werden, damit wir als Volk Gottes am Lobpreis unseres Gottes und Schöpfers teilhaben:

  • Anbeten: Andächtig sein mit höchster Ehre oder Respekt zu einem Wesen, indem es als höheres Wesen betrachtet wird. Andächtig sein und Gott ehren durch den religiösen Gottesdienst, der ihm gebührt.
  • Preisen: Loben und mit Worten preisen. Religiöse Loblieder singen.

Die heutige religiöse Welt ist in Bezug auf den Lobpreis Gottes verwirrt; wir hören diesbezüglich einen ganz gewöhnlichen Ausdruck: "Laßt uns singen, lasst uns loben, um uns glücklich zu fühlen". Nimmt Gott eine Anbetung von einem Volk an, das ihn aus egoistischen Zwecken anbetet, um sich gut zu fühlen? Es ist wahr, dass wir uns als Volk gut fühlen wenn wir Gott singen, aber soll das der Beweggrund unserer Anbetung und des Lobens sein? Diese üppigen Ausdrucksweisen des Volkes Gottes bezüglich der Anbetung müssen geprüft, und in das Licht des Wortes Gottes gestellt werden.

Die Musik ist himmlischen Ursprungs

Die Musik entstand im Herzen Gottes, denn Gott ist der Schöpfer aller Existenz. Die Musik ist ein Ausdruck der Gefühle. Die Engel singen und preisen den Schöpfer. Es gibt keinen Lobgesang noch Anbetung im Himmel ohne Musik. Die himmlische Musik ist eine Einrichtung für das Lob und die Anbetung Gottes. Die Erlösten und die ganze Schöpfung singen ihrem Schöpfer und Erlöser (Offenbarung Kapitel 14, Verse 2 und 3). In der Schöpfung war alles Musik: "da mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Kinder Gottes?" (Hiob 38,7).

Gott schuf die Musik zur Ehre, Preis und Anbetung seines Namens und nicht nur damit sich der Mensch wohl fühlt. Wir wissen, dass die himmlische Musik von der irdischen abweicht und in gewissem Grade unendlich erhabener ist. "Adam und Eva waren von ihrem Heim in Eden entzückt. Sie erfreuten sich an den kleinen Sängern mit ihren hellen anmutigen Federn, die glücklich ihre fröhlichen Melodien zwitscherten. Das heilige Paar vereinigte seine Stimme mit ihren harmonischen Liebesliedern, um den Vater und seinen geliebten Sohn für alle Liebesbeweise, die sie umgaben, zu lobpreisen und anzubeten. Sie erkannten die Ordnung und Harmonie der Schöpfung, die Zeugnis von unbegrenzter Weisheit gab. Immer wieder entdeckten sie neue Schönheiten und Herrlichkeiten in ihrem Heim, die ihre Herzen mit immer tieferer Liebe erfüllten, so dass sie ihrem Schöpfer Dank und Verehrung darbrachten." (Ellen G. White, Die Geschichte der Erlösung, Seite 20).

Das verdrehte Mittel der wahren Anbetung

"Die Stunde für die freudenvollen, glücklichen Gesänge zum Lobe Gottes und seines geliebten Sohnes war gekommen. Satan hatte den himmlischen Chor geleitet. Er hatte den ersten Ton angegeben, und dann hatten die Heerscharen der Engel ihre Stimmen mit seiner vereinigt. Herrliche Melodien ertönten zu Ehren Gottes und seines lieben Sohnes durch den ganzen Himmel. Statt dieser süßen Melodien drangen jetzt Misstöne und ärgerliche Worte in die Ohren des großen rebellischen Anführers. (...) Die Stunde der Anbetung näherte sich, in der sich alle strahlenden, heiligen Engel vor dem Vater niederknieten. Nie wieder würde er im himmlischen Chor mitsingen. Nie wieder würde er sich in heiliger Ehrfurcht vor dem ewigen Gott beugen." (Ellen G. White, Die Geschichte der Erlösung, Seite 22).

"Dann vereinigten die Engel ihre Stimmen mit Adam und Eva zum Lobe Gottes. Als ihr Gesang aus dem gesegneten Garten Eden erklang, hörte Satan ihre freudevollen Melodien zu Ehren des Vaters und des Sohnes. Sein Neid, sein Hass und seine Bosheit wurden noch größer, er teilte seinen Nachfolgern seinen Wunsch mit, Adam und Eva zum Ungehorsam zu verleiten und somit sofort Gottes Zorn auf sie herabzurufen. Ihre Loblieder würden sich dann in Hass und Fluch ihrem Herrn gegenüber wandeln." (Ellen G. White, Die Geschichte der Erlösung, Seite 28).

Die wahre Anbetung

Musik und Anbetung sind für Gott ein Opfer, eine ihm dargebrachte Gabe. "...so will ich in seiner Hütte Lob opfern, ich will singen und lobsingen dem HERRN." (Psalm 27,6). Beim Opfer der Musik wird Betonung auf die Größe Gottes gelegt, und deswegen auch auf die Qualität des Opfers, darum soll es vollkommen sein und das erlaubt uns, die Musik zuerst nach dem Genuss, den wir selber durch sie empfinden, abzuwägen. Die Musik soll eine Erfahrung des neuen Lebens mit Christus sein. Gemäß Epheser 5,18.19, ist es der Heilige Geist, der im neuen Leben unser Wesen füllt und kontrolliert, denn die Musik muss von innen herkommen, durch ihn angeregt sein, damit wir den Herrn loben und nicht für unser eigenes Vergnügen singen. "singet und spielet dem HERRN in eurem Herzen." (Vers 19).

Eine gefährliche Unkenntnis

Nadab und Abihu, die Söhne Aarons, Neffen Moses und prächtige Priester, nahmen ihr Feuerwerk und legten Feuer darein und verbrannten darauf Weihrauch und legten es vor den Herrn als Anbetungsgabe. Aber sie legten ein fremdes Feuer hinein, das der Herr niemals geschickt hatte und wurden sofort durch das Feuer das von der Gegenwart Gottes ausging, verzehrt (4. Mose 10). Als David die Bundeslade nach Jerusalem bringen wollte, wurde er in seinem ersten Versuch frustriert, aber als sie alle Befehle Gottes beachteten, hatten sie den erwarteten Erfolg (2.Samuel 6). Diese Episoden sollen unsere Herzen vor dem Thema der Anbetung und des Lobpreises Gottes ernst werden lassen. Wir können in unserem Tun aufrichtig sein und fremdes Feuer vor die Gegenwart Gottes bringen oder wir können die beste Absicht haben (Usa hatte sie auch), und trotzdem Konsequenzen für unsere geistliche Unkenntnis davontragen. Der Lobpreis und die Anbetung sind Dinge die nicht leichtfertig genommen werden können, sie können nicht mit leichten Interpretationen gemessen werden. Betrachten wir sie mit Ernst, denn sie gehören zu den heiligen Dingen, die mit Vorsicht gehandhabt werden.

"Und es war, als wäre es einer, der drommetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und da die Stimme sich erhob von den Drommeten, Zimbeln und Saitenspielen und von dem Loben des HERRN, dass er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewig währet, da ward das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke." (2.Chronik 5,13).

"Die Musik sollte die Gedanken auf alles richten, was rein, edel und erhebend ist, und im Herzen Andacht und Dankbarkeit gegen Gott wachrufen. Welchen Gegensatz bildet die heutige Musik dazu! Wie viele benutzen diese Gabe zum Selbstruhm, statt Gott damit zu verherrlichen! Die Vorliebe für eine gewisse Musik verleitet manchen Unbesonnenen dazu, Vergnügungen von Weltmenschen mitzumachen, die Gott seinen Kindern untersagt hat. So wird das, was bei rechtem Gebrauch segensreich sein könnte, eines der erfolgreichsten Mittel Satans, die Gedanken von der Pflicht und von der Besinnung auf ewige Dinge abzulenken." (Ellen G. White, Patriarchen und Propheten, Seite 577).

Auswirkungen der Musik in unserem Verhalten

Unser Charakter wird durch Gedanken und Gefühle gebildet. Die Musik (egal welche Art) produziert im Geist und Körper sowie in den Gefühlen einen Effekt. Forscher haben herausgefunden, dass wir die Musik zuerst auf der Gefühlsebene empfangen und verarbeiten. Also bevor sie unseren Verstand anspricht! Darum ist es also wichtig, dass wir die Musik vorsichtig auswählen bevor wir sie uns anhören oder singen.

Die Musik ist ein wichtiges Element der Einheit, darum wird im Gottesdienst zuerst die Musik  gewählt, und dann das Wort Gottes gesprochen, um so unseren Geist für den Empfang des Evangeliums vorzubereiten. Aber Satan, der Ex-Chorleiter des Himmels, hat sich eine Musik ausgedacht, die uns mit ihm verbindet und unseren Geist von Gott entfernt. Er schuf gewisse Rhythmen und Töne, die auf unnatürliche Weise unsere Gefühle und den Körper erregen, um seine rebellische Philosophie zu unterstützen.

Zum Beispiel hat die Musik, die stark rhythmisch ist und intense Harmonien benutzt, einen progressiven, unnatürlichen Effekt auf unsere Gefühle. Ein Forscher beschreibt sie als Autohypnose. In Wirklichkeit trägt die Tanzmusik oder wie man sie auch nennen möge, einen einfachen allgemeinen Herrscher, nämlich: den Synkope-Rhythmus. Dieser Rhythmus hat einen giftigen Effekt auf unseren Geist. Sie bewirkt, dass der Hörer sich gut fühlt und glaubt, dass er dadurch einen Fluchtweg aus den Problemen hat, sehr ähnlich wie es beim Alkohol geschieht. Die Gefühle ergeben sich dann schnell diesem Ton und der Verstand wird dabei "ausgeschaltet", und unsere Widerstandskraft gegenüber den Versuchungen ist reduziert.

Paul Crouch erhielt einen Brief eines Neurologen, William Yarrell, der während 14 Jahren das menschliche Gehirn erforschte, und er erklärte, dass das Gehirn in der oberen Struktur etwas Bekanntes wie ein aktives Netzsystem (A.N.S.) hat, das wiederum mit dem Reaktionsmechanismus verbunden ist, und der filtriert Informationen, die zum Gehirn gelangen. Diese Informationen gelangen durch die Sinne zum Gehirn, wo Dinge, die eine Person nicht akzeptiert oder braucht, abgewiesen werden. Eine Botschaft wie zum Beispiel: Satan ist Gott, wird ein gläubiger Mensch nie akzeptieren. Wenn jemand so etwas sagt, wird das durch dieses System verworfen und es gelangt schon gar nicht in das Speicherzentrum, wo verlässliche Informationen liegen. Botschaften die akzeptabel sind, gelangen von der linken Seite des Gehirns auf die rechte Seite und werden dort aufbewahrt. Diese Informationen beeinflussen dann die Entscheidungen und Reaktionen durch das Unterbewusstsein der Person.  Die rechte Gehirnhälfte ist so kreativ, dass sie verdrehte und unterschwellige Botschaften entziffern kann und durch das Netzsystem gleiten lässt, weil sie vom Gewissen der Person nicht verstanden werden. Sie springen dann vom Netzsystem (A.N.S.) auf die rechte Gehirnhälfte, wo das Gehirn sie als vertrauenswürdige Information im Speicherzentrum aufbewahrt.

Es ist bewiesen, dass dieses System in großen Einkaufsgeschäften angewandt wird, um Menschen zu motivieren mehr zu kaufen als sie sich wirklich vorgenommen haben. Der Geist wird leicht hypnotisiert und in diesem Zustand können Dinge nicht mit Klarheit abgewogen werden. Satan benutzt diese Methode bei der Jugend, dass er sie für sich gewinnt.

Schlimmer wird das Problem, wenn christliche Worte mit der synkopischen Tanzmusik einhergehen. Die Mehrzahl der Adventisten sind sich nur wenig bewusst, dass sensuelle Tanzmusik in der Gemeinde einen ähnlichen Effekt ausübt wenn diese Musikart gesungen wird. Nebst dem dass sie nur leise abgespielt oder gesungen werden kann, werden die Gefühle und der Körper in sehr ähnlicher Weise davon betroffen. Ellen White erklärt, dass "Satan weiß, welche Organe er erregen und ganz in Anspruch nehmen und wie er den Geist bezaubern muss, damit kein Verlangen nach Christus besteht." (Ellen G. White, Adventist Home, Seite 407).

Musik wirkt auf den Thalamus und Hypothalamus, der die Hormonproduktion im Körper kontrolliert, unter anderem auch die Sexualhormone. Das Ertönen von Tanzmusik, verblendet den Geist des Christen mit Sentimentalität, Oberflächlichkeit, und am Schlimmsten mit Sinnlichkeit. Tanzmusik lieb zu gewinnen, erzeugt eine Befriedigung die immer mehr und mehr danach verlangt, bis billige Musik vorgezogen wird und das Religionsverständnis sich lieber nach den Gefühlen orientiert. Jede Musik motiviert zur Bewegung. Einige Musikstile, besonders die starke rhythmische Marschmusik, führt zu einer Bewegung bei der die Aufmerksamkeit auf Beine und Arme gelenkt wird. Tanzmusik und Balladen führen die Aufmerksamkeit zum Rumpf und besonders zur Hüfte. Das natürliche Mitbewegen sucht sich der Mensch nicht selber aus, sondern wird vom Rhythmus bestimmt. Satan hat seine Musik so entworfen dass die Sinnlichkeit angesprochen wird. In der weltlichen Musik, besonders Pop, sind die sinnlichen Worte so entworfen dass sie mit sinnlichen Tönen einhergehen und natürlich auch sinnliche Bewegungen und Gefühle hervorrufen.

Wenn christliche Worte der weltlichen Musik hinzugefügt werden, entsteht ein ernsthaftes Problem, denn die Musik führt zur Sinnlichkeit und die Worte, also der Komponent für den Verstand, führen zu Gottähnlichkeit, Aufrichtigkeit und Treue. Diese Doppelgänger bilden eine Distanz zwischen intellektuellem Glauben und dem Verhalten, was dann bewirkt, dass die zwei in der christlichen Erfahrung nicht übereinstimmen müssen. Satan hat offensichtlich einen Vorteil gewonnen. Es wird eine Abhängigkeit von gefühlsmäßigen Stimulanten entwickelt um ein Gefühl der Einigkeit mit Gott zu entfalten. So wird eine gefühlsmäßige Abhängigkeit geschaffen, anstatt das Wort Gottes für unsere geistige Sicherheit.

Ellen White sah die zukünftigen Wege die durch Musik kommen würden und schrieb: "Wenn der Erlöser im Herzen wohnt, wird ihn niemand vor anderen verunehren, indem er Melodien mit Musikinstrumenten produziert, welche die Aufmerksamkeit von Gott und dem Himmel zu oberflächlichen und frivolen Dingen lenken." (Ellen G. White, Testimonies Volume 1, Seite 519). Hier wird der Einfluss der Musik betont, die nicht heiligt.

"Mir wurde eine solche Gesellschaft gezeigt, wo die versammelt waren, die sich zur Wahrheit bekannten. Es saß jemand an einem Musikinstrument, und es erklangen Lieder, welche die zuschauenden heiligen Engel zum Weinen brachten. Es gab Heiterkeit und anstößiges Gelächter, es gab überschwängliche Begeisterung und eine Art Inspiration, aber die Freude war so, wie sie nur Satan hervorbringen kann. Dieses ist eine Begeisterung und Vernarrtheit, für die sich alle, die Gott lieben, schämen müssen. Sie bereitet die Teilnehmer auf unheilige Gedanken und Handlungen vor. Ich habe Grund, davon auszugehen, dass einige, die solche Schauplätze besuchten, ihr schändliches Benehmen von Herzen bereuten." (Ellen G. White, Adventist Home, Seite 515).

Heute wiederholt sich die Geschichte, aber mit größerem Nachdruck, die Jugend ist von moderner Musik und skandalösen Rhythmen überflutet.

"Genau diese Dinge von denen ihr erklärt habt, dass sie in Indiana vorkamen, werden sich gerade vor dem Ende der Gnadenzeit wiederholen; so hat es mir der Herr gezeigt. Es werden alle möglichen komischen Dinge erscheinen. Es wird Geschrei geben, begleitet mit Trommeln, Musik und Tanz. Das Urteilsvermögen von einigen vernünftigen Menschen wird so verwirrt werden, dass sie ihm nicht vertrauen können um richtige Entscheidungen zu treffen. In ihren Augen ist dies ein Wirken des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist zeigt sich nie in dieser Form, durch solch verwirrenden Lärm. Das ist eine Erfindung Satans, um seine scharfsinnigen Methoden zu verbergen und die reine, aufrichtige, erhebende, veredelnde und heiligende Wahrheit für diese Zeit unwirksam zu machen. Es ist besser, den Gottesdienst ohne Musik zu gestalten, als solche Musikinstrumente zu benutzen, die ich im vergangen Januar sah, wie sie in unseren Erweckungsversammlungen eingesetzt würden. Die Wahrheit für die heutige Zeit braucht nichts dergleichen um Seelen zu bekehren. Der verwirrende Lärm betäubt die Sinne und entstellt jenes was bei richtiger Führung ein Segen sein könnte. Der Einfluss satanischer Instrumente  einigt sich mit dem Getöse und Geschrei, aus dem ein Karneval wird und damit wird das Werk des Heiligen Geistes beherrscht (...) Diese Gottesdienstart sollte nicht stimuliert werden (...) 1844 geschahen dieselben Vorführungen. Die Menschen waren erregt und durch eine Macht stimuliert von der sie dachten, es wäre die Macht Gottes." (Ellen G. White, Ellen G. White Manuscript 2, Seite 41 und 42).

"Wenn wir unseren Geist von den himmlischen Dingen abwenden und uns durch die Sinnlichkeit der Musik leiten lassen, gehen die ewigen Interessen verloren. Die ewigen Dinge verlieren ihre Wichtigkeit für die Jugend- Die Engel Gottes weinen wenn sie die Worte und Handlungen vorgebender Christen aufschreiben." (Ellen G. White, Testimonies Volume 1, Seite 505). "Um ein gewisses Haus lagern sich Engel. Die Jugend ist dort versammelt; es ertönt Musik vieler Stimmen und Instrumente. Wohl haben sich dort Christen versammelt; aber was ist zu hören? Gesang, frivole Lieder kann man hören, die in einen Tanzsaal passen. Bedenkt, heilige Engel ziehen ihr Licht zurück, und tiefes Dunkel wird sich in diesem Hause ausbreiten. Die Engel wenden sich ab. Trauer ist auf ihrem Antlitz. Und seht, sie weinen. Dies beobachtete ich wiederholt im Gesicht; ich sah es mehrmals in den Reihen der Sabbathalter, besonders in (...). Musik füllte die Stunden aus, in denen gebetet werden sollte. Musik wurde zum Götzen, dem viele bekenntliche Sabbathalter in häuslichen Veranstaltungen dienen. Satan ist durchaus kein Gegner der Musik, wenn er sie als Mittel gebrauchen und durch sie Zugang zu den jugendlichen Seelen gewinnen kann. Alles dient seinen Zwecken, wenn der Geist von Gott abgewandt wird und die Zeit, die zum geistlichen Dienst bestimmt ist, von ihm in Anspruch genommen werden kann. Er wirkt durch die Mittel, die den stärksten Einfluss ausüben und zahlreiche Seelen in angenehme Betörung versetzen, die sie unter seine Macht zwingt. Bei Verwendung zum Guten ist Musik ein Segen; leider wird sie oft zum erfolgreichsten Mittel Satans und zu seinem Seelenfänger gemacht. Bei solchem Missbrauch verführt sie zu Hochmut, Eitelkeit und zum Laster. Wenn sie an die Stelle von Frömmigkeit und Gebet gesetzt wird, wird sie zum furchtbaren Fluch. Junge Menschen versammeln sich zum Gesang, und, obwohl sie bekenntliche Christen sind, machen sie häufig ihrem Herrn Unehre und schänden ihren Glauben durch leichtfertige Unterhaltung und durch die Auswahl ihrer Musik. Geistliche Musik entspricht nicht ihrem Geschmack. Ich wurde auf die reine Lehre des Wortes Gottes hingewiesen, die sie unbeachtet gelassen hatten. Im Gericht werden alle diese von Gott eingegebenen Worte diejenigen verdammen, die sie in den Wind geschlagen haben." (Ellen G. White, Ruf an die Jugend, Seite 227).

Wahre Anbetung

"Gott sucht wahre Anbeter, die es im Geist und in der Wahrheit tun, nicht mit Lippen, sondern von Herzen." (Johannes 4,24).

"Aus der Sicht Gottes ist ein durch Selbstverleugnung gedemütigtes Herz, das das Kreuz hochhebt und Jesus folgt, das beste und angenehmste Geschenk. Wir haben jetzt keine Zeit, solche Dinge zu suchen, die nur den Verstand ansprechen. Rechte Herzenserforschung ist notwendig. Mit Tränen und herzenbrechenden Bekenntnissen müssen wir näher zu Gott kommen, so dass er näher zu uns kommen möge." (Ellen G. White, Evangelisation, Seite 467).

Es ist unser Gebet, dass wir bereit sind, eine Erneuerung unseres Geistes zu haben, und dass der Heilige Geist unser Wesen erfülle, damit von unseren Lippen Lobgesänge zu Gottes Ehre erschallen.

Marta de Porras, Kolumbien, 18. 09. 2005

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