Der Zweck und die Vorteile einer guten Musik

Die Musik wurde von Gott erschaffen. Auch wenn seine Absichten vielfältig sind, fließen alle in Ihm zusammen und haben den Menschen als Kanal. "Richtig angewandt ist sie ein kostbares Geschenk Gottes, dazu geschaffen, die Gedanken auf hohe und edle Themen zu lenken, die Seele anzuregen und zu erfreuen. ..." (Ellen G. White, WFK Seite 329).

Die Musik als Vermittler des Evangeliums

Cibald nahm an einer Musikgruppe teil, die von einem Unternehmen zum Spielen bestellt wurde. An den Wochenenden spielten sie an verschiedenen Plätzen, um die Menschen zu unterhalten; aber eine große Leere entstand in ihren Herzen. Sie hatten am Freitag gespielt. Es war nun Samstagnachmittag und Cibald bereitete sich gerade vor, um mit seinem Instrument das Haus zu verlassen: Mit dem Saxophon zum Treffpunkt. Auf dem Wege hörte er Klänge christlicher Musik. Seine Aufmerksamkeit wurde dahingelenkt. Er hielt inne um genauer zuzuhören und sie gefiel ihm. Er konnte nicht lange widerstehen und entschloss sich einzutreten, um sich das näher anzuhören.  Die Musik zog ihn an, sie war anders.

Zudem enthielt sie eine Botschaft von Jesus die zu seinem Herzen sprach. Für einen Moment dachte er, dass es gerade das sei was er brauche. Er blieb dort. Die Musik wurde zu Ende gespielt und jetzt begann die Worterteilung. Er hörte aufmerksam die Botschaft von Jesus. Er verstand, dass das seine Not war und traf an diesem Abend eine Entscheidung. Er nahm Jesus als Erlöser und Herrn an. Durch alle Epochen haben sich Menschen durch gute Musik zu Christus hingezogen gefühlt.

Die gute Musik ist eine treue Begleiterin der Pilger zum himmlischen Kanaan. "Wie sich die Kinder Israel ihre Wanderungen durch die Wüste durch den Klang heiliger Gesänge verschönten, so fordert Gott auch heute seine Kinder dazu auf, ihr Pilgerdasein freudig zu gestalten. Nur wenig Mittel sind wirksamer, seine Worte im Gedächtnis zu behalten, als sie im Liede zu wiederholen." (Ellen G. White, Evangelisation, Seite 455).

Verschiedene Zwecke und Vorteile

Die Musik die vom Himmel kommt hat für jeden Jugendlichen, der gläubig ist, viele Segnungen. Sie muss nur angehört, verstanden, geübt und gesungen werden. Sie begleitet uns in den verschiedenen Momenten des Lebens. "Lasst Lob und Danksagung in Liedern über eure Lippen strömen. Wenn wir versucht werden, so lasst uns, statt unseren Gefühlen Ausdruck zu geben, uns im Glauben in einem Danklied zu Gott erheben." (Ellen G. White, FA, Seite 259).
"O Gesang ist eine Waffe, die wir allezeit gegen Entmutigung gebrauchen können. Wenn wir so das Herz dem Lichte der Gegenwart Christi öffnen, werden wir Gesundheit und seinen Segen genießen." (Ellen G. White, FA, Seite 260).

Das Lied ist eine Art gesungenes Gebet. Es verbindet uns unsichtbar mit dem Herrn. "Ich sah, dass wir uns täglich erheben, und über den aufkommenden Mächten der Finsternis bleiben sollten. Ich sah, dass der Gesang zur Verherrlichung Gottes oftmals den Feind vertreibt, und Gott zu loben, ihn niederschlägt und uns den Sieg gibt." (Ellen G. White, Brief 5, von 850).

Wir können mit voller Gewissheit bezeugen, dass sie eine Gabe Gottes ist, und ein Wekzeug für die Jugend. Früher wirkte der Herr durch die Musik Wunder (1.Samuel Kapitel 16, Vers 23). Bei einem Jugendtreffen hatte eine Jugendliche eine sehr starke Nervenkrise, wir waren sehr besorgt. Wir beteten, und sprachen zu ihrem Herzen, aber sie konnte sich nicht beruhigen. Dann begannen wir zu singen, singen und singen. Nach kurzer Zeit war sie total beruhigt und getröstet. Was für Erfahrungen können wir mit Gott durch die Musik erleben! Es steht geschrieben: "Solch ein Lied hat wunderbare Macht. Es besitzt die Kraft, rohe und ungebildete Naturen zu besänftigen, das Denken zu beleben und Mitgefühl zu wecken, Ausgeglichenheit im Handeln zu fördern und den Trübsinn und die bösen Ahnungen zu bannen, die uns den Mut rauben und unser Streben schwächen." (Ellen G. White, Erziehung, Seite 155).

Wenn wir evangelisieren, habe ich die Gewohnheit, immer meine Gitarre bei mir zu haben. Vor jedem Bibelstudium lade ich den Zuhörer ein, einige Lieder anzuhören, mitzusingen oder für andere zu singen. Das hat mir wunderbare Resultate gebracht. Ich glaube fest, dass die Musik (wenn wir sie spielen oder singen) uns durch den Heiligen Geist verliehen wurde (1.Korinther 12,11). Wie wichtig ist es, sie zu seiner Ehre anzuwenden! "Es ist eines der wirksamsten Mittel, dem Herzen geistliche Wahrheiten einzuprägen. Wie oft ruft sich eine hart bedrängte und fast verzweifelnde Seele ein Wort Gottes ins Gedächtnis zurück, den langvergessenen Kehrreim eines Kinderliedes etwa, und die Versuchungen verlieren ihre Kraft, das Leben gewinnt einen neuen Sinn und Zweck, und der eigene Mut und die eigene Fröhlichkeit übertragen sich nun auch auf andere!" (Ellen G. White, Erziehung, Seite 156).

Ich denke immer wieder an die Erfahrung von Paulus und Silas. Die Langmut die sie hatten erzeugte in ihnen Lobgesang trotz der Schwierigkeiten in denen sie standen. (Apostelgeschichte 16,25). Liebe Jugend, ist es nicht besser bei Prüfungen zu singen, statt Worte der Bitterkeit und Entmutigung auszudrücken? "Groß waren die Segnungen, die die Menschen als Erwiderung auf ihre Lobgesänge erfuhren. Die wenigen Worte, die ein Erlebnis auf der Wüstenwanderung Israels wiedergeben, enthalten eine beachtliche Lehre. Wie oft wiederholt sich dieses Geschehen im Glaubensleben! Wie oft werden durch heilige Sangesworte die Brünnlein der Reue und des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe und der Freude in unserer Seele freigelegt!" (Ellen G. White, Erziehung, Seite 150).

Die Musik ist rein, heilig und erhebt. Das hilft uns bei unseren täglichen Pflichten und soll uns auch bei jedem religiösen Dienst begleiten, sei es in Versammlungen oder in der Familie. "Man sollte nie den erzieherischen Wert des Gesanges aus dem Auge verlieren. Lasst in eurem Heim liebliche und reine Lieder erklingen, dann werden dort weniger tadelnde und mehr heitere, hoffnungsvolle, freudige Worte fallen. Lasst in der Schule Gesang ertönen, und die Schüler werden näher zu Gott, zu ihren Lehrern und zueinander hingezogen." (Ellen G. White, Erziehung, Seite 156).

In den verschiedenen Gemeinden in Paraguay widmen wir der Musik und dem gemeinsamen Singen 20 Minuten Zeit. Wir haben bemerkt, dass es in unserer religiösen Liturgie für sie keinen Platz gab. Gewöhnlich werden Lieder nur zum Gottesdienstanfang und –Ende gesungen. Der Engelchor lobt Gott unaufhörlich. Und wir als Gemeinde? Wir müssen uns darin reformieren! Wir als Jugendliche singen ganz gerne, tun wir es also in unseren Versammlungen! "Als ein Teil des Gottesdienstes ist das Singen ebenso sehr ein Akt der Anbetung wie das Gebet selbst. So manches Lied ist wirklich ein Gebet. Wenn man das Kind darauf aufmerksam macht, wird es mehr an den Sinn der Worte denken, die es singt. Es wird für ihren Einfluss empfänglicher sein." (Ellen G. White, Erziehung, Seite 156).

Schlussfolgerung

Liebe Jugend, ahmen wir Christus nach: "Mit einem Liede trat Jesus während seines Erdenlebens der Versuchung entgegen. Oft, wenn scharfe, verletzende Worte fielen, wenn auf seiner Umgebung Bangigkeit, Unzufriedenheit, Misstrauen oder drückende Furcht lasteten, vernahm man seinen glaubensstarken, heilig-frohen Gesang." (Ellen G. White, Erziehung, Seite 153).

"Bei Jesu Tod hatten die Soldaten die Erde am Tage in Finsternis gehüllt gesehen; bei seiner Auferstehung aber sahen sie, wie der Glanz der Engel die Nacht erleuchtete, und sie hörten die große Freude und den Jubel der himmlischen Scharen, als diese sangen: Du hast Satan und die Mächte der Finsternis überwunden; du hast den Tod verschlungen in den Sieg!" (Ellen G. White, Das Leben Jesu, Seite 784).

"Bald erscheint im Osten eine kleine schwarze Wolke, vielleicht halb so groß wie eines Menschen Hand. ... Jesus reitet als mächtiger Eroberer allen voran. ... Eine unzählbare Schar von heiligen Engeln begleitet ihn auf dem Weg mit Gesängen in himmlischen Melodien auf den Lippen." (Ellen G. White, Der Große Kampf, Seite 640).

Gott erlaubt uns, ihm bis zu diesem herrlichen Augenblick treu zu sein, um ihn von Auge zu Auge als unsern König der Könige und Herrn der Herren anzubeten. (Offenbarung 19,16).

Alfredo Fisicaro, Paraguay, 18. 09. 2005

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