Die Musik und unsere Geistlichkeit
Die Verbindung zwischen Musik und der Geistlichkeit
Leben wir in einer Welt voller Musik? Oh ja! Keine andere Generation in der Weltgeschichte war mehr von Musik umgeben als unsere moderne. Die meisten Jugendlichen sind "musiksüchtig" ohne dass es ihnen bewusst ist, und wenn sie in die Stille kommen werden sie unruhig. Es gibt viele Musikgenies und die moderne Technologie bietet nebst den vielen klassischen Musikinstrumenten eine unbegrenzte elektronische Tonvielfalt. Wenn wir uns in dieser ganzen Situation über den Aspekt der heutigen Musikära stellen, wäre es wirklich nötig, dass wir zum Nachdenken kommen und uns ein wenig über die verschiedenen Musiksorten aus der Bibel sowie unsere Geistlichkeit als Kinder Gottes Gedanken machen.
Um die Musik in Kürze zu definieren können wir sagen, dass sie die Sprache der Gefühle ist, während ihre Botschaft die Sprache der Kenntnis ist. Sie vermittelt und verbindet ihre Gefühle direkt mit unserem Herzen. Sie trifft nicht nur unsere biologische Körperbewegung (Beispiel: Die Füße bewegen sich im Takt der Musik, der Geschwindigkeit der Blutzirkulation, usw.), sondern sie hat einen Einfluss auf unsere Geistlichkeit. Wenn wir zum Beispiel ein romantisches Lied hören fühlen wir uns mehr oder weniger gut, je nachdem wie unser Musikinteresse ist, und wenn wir eine schöne christliche Musik anhören, werden unsere Gedanken zu Gott und heiligen Themen gerichtet. Alle diese emotionellen Faktoren der Musik beeinflussen unsere Geistlichkeit und führen uns zu Gott oder wie wir schon wissen, von ihm weg.
Wie wurde die Musik von Gott benutzt?
In der Bibel gibt es viele Beispiele wie Musik für Gott eingesetzt wurde. Wir werden einige Ereignisse in Verbindung mit der Musik betrachten und sehen dann, wie wir sie auf uns anwenden können. Zu allen wichtigen Ereignissen der menschlichen Geschichte wurde musiziert. Hier können wir Gottes verschiedene Absichten entdecken.
"Worauf stehen ihre Füße versenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, da mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Kinder Gottes?" (Hiob Kapitel 38, Verse 6 und 7). Als die Erde erschaffen wurde, erklang im Himmel Musik und der Schöpfer wurde für die wunderbaren Schöpfungswunder gepriesen. Wir sollen die Musik auch anwenden um den Schöpfer für seine wunderbaren Werke anzubeten, sei es für Natur oder die Wunder die er in unserem Leben vollbringt oder für andere Dinge die er für uns getan hat.
Wir finden auch Musik, als Gott sein Volk von der ägyptischen Sklaverei befreite (siehe 2.Mose 15). Wir möchten die Musik benutzen um Gott dafür zu danken dass er uns von dieser Welt und sündhaften Abhängigkeiten oder aus anderen negativen Situationen befreit hat.
Es gab Musik, als der Tempel Salomons dem Herrn geweiht wurde: "Und es war, als wäre es einer, der drommetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und da die Stimme sich erhob von den Drommeten, Zimbeln und Saitenspielen und von dem Loben des HERRN, dass er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewig währet, da ward das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke." (2.Chronik 5, 13).
Wir können sehen, dass Gott uns die Musik schenkt, um unser Leben und unsere Güter ihm zu weihen. Das Weihelied ist für den Herrn ein angenehmer Duft. Die Engel sangen, als Jesus geboren wurde. "Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen." (Lukas 2,13.14). Wir können musizieren, um das Leben Jesu auf dieser Erde zu preisen, für seine Geburt, sein vorbildliches Leben, und für alles was er für uns getan hat. Wenn Jesus wiederkommen wird, hören wir das Erschallen der Trompeten. Bis dahin werden wir für sein zweites Kommen singen, das bald eintreten wird.
Wie wir aus alten Zeiten sehen können, ist die Musik mit dem christlichen Leben verwoben, sie erhebt unsere Seelen zu Gott und erfreut unseren Weg zum Himmel.
Wie wurde die Musik von Satan benutzt?
Ein nachdenklicher Leser kann sich manchmal fragen, wo wir in der Bibel etwas über die Herkunft der weltlichen Musik und ihre Instrumente finden. Hier steht etwas darüber: "Und sein Bruder hieß Jubal; von dem sind hergekommen die Geiger und Pfeifer." (1. Mose 4,21).
Wer war Jubal? Er war der Enkel von Lamech, dem Gründer der Polygamie. Um es von einer anderen Perspektive zu sehen können wir sagen, dass der Vater der Unmoral den Vater der weltlichen Musik zeugte.
Die weltliche Musik muss in der biblischen Zeit von der weltlichen Musik heute sehr unterschiedlich gewesen sein. Zum Beispiel konnte die Rockmusik oder Heavy metal während dem Reich Davids nicht existieren, denn die Technologie war noch nicht soweit fortgeschritten. Trotzdem hat die Musik aus jener Zeit viele Gefühle erregt, so wie es die heutige Musik auch tut.
In 2.Mose 32,1-35 lesen wir die Geschichte der Kinder Israel, als sie das goldene Kalb anbeteten. Bei sorgfältiger Betrachtung dieser Geschichte erinnern wir uns an viele Feste, die uns umgeben. 2.Mose 32,6 sagt uns, dass Israel sich setzte, zu essen und zu trinken begann und dann erhoben sie sich, um lustig zu sein. "Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander derer, die obliegen und unterliegen, sondern ich höre ein Geschrei eines Singetanzes. Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, ergrimmte er mit Zorn und warf die Tafeln aus seiner Hand und zerbrach sie unten am Berge." (2.Mose 32,18.19).
Diese Verse zeigen uns, dass Musik gespielt wurde. Die Menschen sangen, tanzten, tranken, aßen und ergaben sich zusammen mit der Musik der Unmoral. Die Musik, die herrschte, als Israel sündigte, vermittelte Gefühle der Unzucht und Sinnlichkeit und bereitete den Humor für ein abgöttisches Fest vor. Diese Geschichte zeigt, wie Musik die zur Ehre Gottes erschaffen wurde, verkehrt eingesetzt und zur Verehrung Satans benutzt wurde. Wir wissen, dass Satan nichts erschaffen kann; doch er verdreht Gottes Werke.
Auch in Amos 6,1-7 sehen wir, wie der Prophet das Volk Juda und Israel rügt. Unter den vielen Sünden warnt er sie vor der lärmenden Fröhlichkeit (Rummel) und dem Banquett "und spielt auf dem Psalter und erdichtet euch Lieder wie David, und trinkt Wein aus den Schalen und salbt euch mit Balsam und bekümmert euch nicht um den Schaden Josephs." (Amos 6,5.6). Das ist ein anderes Beispiel aus der Bibel, wo die weltliche Musik mit dem Rummel und der Unmoral Hand in Hand geht.
Schlussfolgerung
Aus der Bibel können wir erkennen, dass die Musik für gute und böse Dinge eingesetzt wurde, genauso wie es heute geschieht. Uns, liebe Jugend wird nun die Frage gestellt: Benutzt und genießt ihr die Musik, die euren Geist erhebt? Es ist meine Hoffnung und mein Gebet, dass wir die Musik dazu verwenden, wie Gott es wünscht. Amen.
