Musik, die Gott missfällt

"Auf der eben geschaffenen Erde, schön und unbefleckt, ertönte unter dem Wohlgefallen Gottes der Lobpreis der Schöpfung: "Da mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Kinder Gottes." (Hiob Kapitel 38, Vers 7). So verbinden sich die menschlichen Herzen im Gleichklang mit dem Himmel und preisen die Güte Gottes. Viele Begebenheiten der menschlichen Geschichte sind mit Gesängen verbunden." (Ellen G. White, Ruf an die Jugend, Seite 223).

Die Menschen haben schon seit der Schöpfung ihre Gottesanbetung mit Musik und Lobliedern bereichert. Heute ist die Musik weiterhin ein wichtiges Mittel in den geistlichen und allgemeinen Aktivitäten des Menschen, darum verdient sie unsere Aufmerksamkeit und ernste Betrachtung. Wir haben schon erwähnt, dass sie himmlischen Ursprungs ist, wir haben auch gemerkt, dass sie klar definierte Zwecke verfolgt, aber es hängt von einigen Aspekten ab, dass die Musik einen positiven oder negativen Einfluss zum Guten oder Bösen ausüben kann und so Gott angenehm ist, oder ihm missfällt. Das Thema das wir heute betrachten, ist etwas empfindlich und wegen den einzelnen Vorstellungen, Konzepten, Kulturen, Gewohnheiten, und so weiter, auch widersprüchlich.

Aber es lohnt sich, die Punkte klarzustellen die uns als Richtlinie in der Auswahl oder dem Vernichten von bestimmter Musik dienen. Durch die Bibel und den Geist der Weissagung hat uns der Herr bezüglich dem Gebrauch und der Verwaltung der Musik in unseren geistlichen Aktivitäten bestimmte Orientierung gegeben. Beten wir nun zum Herrn, dass er uns eine wirklich demütige Haltung schenke und wir so seine Ratschläge aufnehmen und praktizieren können. "Gott ermahnt sein Volk, das das Licht im Wort und den Zeugnissen vor sich hat, sie zu lesen, erwägen und später zu gehorchen. Es wurden klare und ausdrückliche Unterweisungen gegeben, die alle verstehen können." (Ellen G. White).

Der Rhythmus

Als Jugendliche haben wir eine gewisse Tendenz, uns mit modischer Musik anzufreunden. Oftmals werden Stile zweifelhafter Herkunft benutzt, mit dem Vorwand, damit andere Jugendliche zu erreichen. Der wichtigste Faktor bei solcher Musik ist der Rhythmus. Die Rhythmen haben die Macht, eine sofortige körperliche Reaktion zu produzieren. In diesen Fällen erreicht Satan sein Ziel, wenn er die fleischliche Natur des Menschen anspricht. Anerkennend, was das bedeutet, wurde geschrieben: "Sie haben ein großes Interesse an Musik, und Satan weiß genau, was er ihnen vorspielen muss, um ihre Gedanken so zu erregen und abzulenken, dass sie mit Christus nichts mehr zu tun haben wollen." (Ellen G. White, Testimonies Volume 1, Seite 497).

Es wird also gezeigt, dass die Anwendung gewisser Musikstile in den Augen Gottes eine Unehre ist, weil sie durch ihre Macht eine Sinnesreaktion produziert. Wir können unter anderem Stile nennen wie Jazz, Rock, Tango, und einige Ausdrucksweisen der folklorischen Musik aus einigen Ländern oder Volksgruppen, die in die christliche Musik eingeführt wurden, und dem Feind ein breites Arbeitsfeld boten. Aber nebst den Rhythmen gibt es andere Faktoren, die ihre negativen Effekte in der Musik ausüben.

Der Stil der Popsänger

"In nur einer Musikart haben die Popsänger einen sehr eigenartigen Stil, wo schrille Töne, übertriebene Sentimentalität, Flüstern, Seufzer und verschiedene Stimmveränderungen angewandt werden. Solche Stile werden oftmals von christlichen Sängern nachgeahmt. Der Heilige Geist hat nichts mit diesem störenden Durcheinander zu tun... Satan arbeitet inmitten von Krach und Verwirrung bei dieser Musikart, die bei richtiger Anwendung zur Verehrung und Verherrlichung Gottes dienen könnte. Satan macht, dass sie den gleichen Effekt auslöst wie der Schlangenbiss." (Ellen G. White, Ellen G. White Manuscript 2, Seite 43).

"Solche Vorfälle wie in Indiana werden sich am Ende der Gnadenzeit wiederholen. In manchen Gemeinden werden alle Hemmungen fallen, und die Gottesdienste werden geprägt sein von fanatischem Geschrei, primitiver Musik und ekstatischen Bewegungen. Selbst sonst vernünftige Menschen werden so durcheinander sein, dass sie zu keiner sachgerechten Entscheidung mehr fähig sind. (...) Wir sollten uns hüten, Dinge, die Satan in Szene setzt, als vom Heiligen Geist gewirkt anzunehmen, nur weil sie im schillernd-frommen Gewand daherkommen. Von solchen Veranstaltungen geht kein Segen aus. (...) Solche Dinge, die es schon in der Vergangenheit gegeben hat, werden auch in der Zukunft wieder auftreten. Satan wird Musik zu einem Fallstrick machen durch die Art und Weise, wie man mit ihr umgeht." (Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben Band 2, Seite 37; Ellen G. White, Selected Messages Band 2, Seiten 37 und 38; Ellen G. White, Christus kommt bald, Seite 114).

Die Harmonie

"Jene die aus dem Lied ein Teil des Gottesdienstes machen, sollten die Lieder so aussuchen, dass die Musik zum Anlaß passt.... Die Engel ergötzen sich, wenn sie einfache Lieder hören, die natürlich gesungen werden." (Ellen G. White, Señales de los tiempos, Juni 1882).

"Es ist nicht notwendig, laut zu singen. Aber es sollte mit richtiger Betonung, korrekter Aussprache und mit Ausdruck geschehen. Alle sollten sich Zeit nehmen, ihre Stimme so auszubilden, dass Gottes Lob in klaren, sanften Tönen gesungen wird, nicht hart und schrill, dass es die Ohren beleidigt. Gesang ist eine Gabe Gottes. Benutzt sie zu seiner Verherrlichung." (Ellen G. White, Zeugnisse Band 9, Seite 137).

Hiervon können wir lernen, dass unsere Musik sich durch die Einfachheit auszeichnen soll, nicht indem wir übertriebene Akkorde benutzen, noch Töne von einer sehr hohen Stimme, sondern dass wir in klaren und sanften Tönen singen sollen, um den Geist nicht vom wahren geistlichen Zweck, von der Botschaft des Liedes abzulenken. "Die Musik ist ein Teil der Anbetung Gottes in den himmlischen Höfen, und wir müssen versuchen, uns in unseren Lobliedern der Harmonie der himmlischen Chöre so weit wie möglich anzugleichen. Eine angemessene Stimmübung ist eine wichtige Charakteristik der Erziehung und soll nicht vernachlässigt werden." (La voz su educacion y su uso correcto, Seite 479).

Das Vortragen von Musik

Jeder der heilige Musik spielt, muss alles was die Aufmerksamkeit auf seine Person lenkt beseitigen, denn das erste Ziel ist es, den Namen Christi zu erheben, und niemals den Musikanten zu verehren, noch weniger sich daran zu vergnügen und das Publikum zu unterhalten. Vermeidet also Gesten, Bewegungen und unnötige Körperhaltungen, auch die Kleidung des Vortragenden sollte vorsichtig ausgesucht sein, sodass diese Dinge nicht die Aufmerksamkeit der Hörer auf sich lenken. "Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib die Ehre..." (Psalm Kapitel 115, Vers 1). Wer wahrhaft dem Meister geweiht ist und sein Herz in der Musik hat, wird das Ich völlig beiseite lassen. (Walter Brown, La musica en la iglesia, Seite 45).
"Ihr esset nun oder trinket oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre." (1.Korinther 10,31).

Der Gebrauch von Instrumenten

Die Musik nahm im Leben der Israeliten eine wichtige Rolle ein. Sie benutzten eine breite Vielfalt von Musikinstrumenten. (Psalm 150). "Bestimmt eine Anzahl Personen, den Gesang in der Versammlung zu leiten und sorgt dafür, dass das Singen durch gut gespielte Musikinstrumente begleitet werde. Wir sollen in unserm Werk nicht gegen den Gebrauch von Musikinstrumenten sein, aber dieser Teil des Gottesdienstes muss sorgfältig geleitet werden, denn er ist das Lob Gottes im Lied." (Ellen G. White, Gospel Workers, Seite 357).

Das Mikrofon

Es muss große Vorsicht geübt werden, um zu vermeiden, dass eine unnötige Verstärkung der Stimme oder der Instrumente ausgeübt wird. Die Sensibilität des Publikums wie auch des Vortragenden soll berücksichtigt werden.

Musik, die Gott missfällt

"Das Überflüssige, das in den Gottesdienst gebracht wurde, muss energisch vermieden werden. (...) Musik ist für Gott nur dann annehmbar, wenn das Herz geheiligt ist und gütig und heilig gemacht wurde. Aber viele, die sich an Musik erfreuen, wissen nichts über die Möglichkeit, dem Herrn im Herzen ein Lied zu singen. Ihr Herz hängt ihren Götzen an." (Ellen G. White, Brief 198, von 1899).

"Manche denken, je lauter sie singen, desto besser die Musik. Aber Geräusch ist nicht Musik. Guter Gesang ist gleich dem Gesang der Vögel - sanft und melodisch. In einigen unserer Gemeinden habe ich Soli gehört, die alle für den Gottesdienst im Hause des Herrn unangebracht waren. Lang auszuhaltende Noten und die eigentümlichen Klänge opernhaften Gesanges sind den Engeln nicht angenehm." (Ellen G. White, Evangelisation, Seite 467).

"Es wurde mir gezeigt, daß die Jugendlichen einen höheren Stand einnehmen und das Wort Gottes zu ihrem Ratgeber und Führer machen müssen. Auf der Jugend liegen feierliche Verpflichtungen, die zu leicht genommen werden. Die Einführung der Musik in ihre Heime an Stelle der Zuwendung zum Heiligen und Geistlichen ist ein Mittel, um ihre Gedanken von der Wahrheit abzulenken. Oberflächliche Lieder und die populäre Musik aus Musikautomaten entsprechen genau ihrem Geschmack. Sie nehmen Zeit in Anspruch, die besser dem Gebet gewidmet würde. Musik ist ein großer Segen, wenn sie nicht missbraucht wird, wenn man jedoch verkehrt mit ihr umgeht, wird sie zu einem furchtbaren Fluch." (Ellen G. White, Adventist Home, Seite 407).

Aufgrund des Gelesenen scheint folgende Musik zumindest fragwürdig zu sein:

  • Was einen Christen zum Tanz reizt, oder wenn dieser Rhythmus vorherrschend ist.
  • Melodien die durch ihre Worte mit den biblischen Normen und Lehren nicht vereinbar sind.
  • Lieder, die oberflächliche, frivole, sentimentale und ehrfurchtslose Worte enthalten, die nur Gefühle und nicht den Verstand ansprechen, haben selten einen literarischen, religiösen oder musikalischen Wert. "Bei unserem Reden, Singen und Beten und bei allen sonstigen geistlichen Übungen muss die Besonnenheit und Gottesfurcht zu erkennen sein, die jedes wahre Gotteskind auszeichnet." (Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben Band 2, Seite 45).
  • Lieder mit großer Ähnlichkeit zur weltlichen Musik. (1. Johannes 2,15).
  • Was weltliche Elemente enthält und die hohen christlichen Ideale verfinstert. Unter anderem seien Rock, Jazz, sentimentale Baladen, Bolero (spanische Tanzmusik), und so weiter, erwähnt. Auch wenn solche Musik einen religiösen oder biblischen Text enthält, ist es in keiner Weise genügsam um sie von den schrecklichen Auswirkungen und der bösen Macht der Musik auszuschließen.
  • Auch wenn wir den Gebrauch von Instrumenten fördern, ist die Musik, bei der Instrumente zweifelhaften Ursprungs eingesetzt werden, und die oft eine übertriebene Tonverstärkung erfordern, wie die elektrische Gitarre, elektrischer Bass und Batterie, in unseren Gemeinden nicht akzeptabel.
  • Die Oper als Musikform kann auch nicht gutgeheißen werden.

Es ist unser Wunsch und Gebet, dass wir eine Orientierung bekommen, wie wir die Missions- und Glaubensziele in der Musik anstreben können.

Rafael Rodriguez, Mexiko, 18. 09. 2005

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